Wie wird sich das kaufmännische Berufsfeld verändern und welche Auswirkungen hat dieser Wandel auf die Ausbildung der Lernenden?

«Kaufleute 2022»

Fit für die digitale Arbeitswelt

Über welche Kompetenzen müssen Kaufleute in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt verfügen? Dieser Frage geht die Schweizerische Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen (SKKAB) im Projekt «Kaufleute 2022» nach. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die nächste Aktualisierung der Bildungsverordnung.

Gemäss Berufsbildungsgesetz müssen die Grundlagendokumente und die Umsetzungsinstrumente einer beruflichen Grundbildung alle fünf Jahre auf ihre wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Aktualität hin überprüft und – wo nötig – angepasst werden. Bei der kaufmännischen Grundbildung erfolgte die letzte Revision 2012, punktuelle Anpassungen wurden 2017 vorgenommen.

Doch die Digitalisierung, die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts sowie die anhaltende Entwicklung hin zur Dienstleistungsgesellschaft verändern die Arbeitswelt rasant. Deshalb hat die SKKAB – als Trägerin des Berufs Kauffrau/Kaufmann EFZ und als Vertreterin aller 21 kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen – Anfang 2018 das Projekt «Kaufleute 2022» lanciert.

Ziel des Projekts ist es, die meistgewählte Lehre der Schweiz fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich das kaufmännische Berufsfeld verändern wird und welche Auswirkungen dieser Wandel auf die Ausbildung der Lernenden hat.

Berufsfeld umfassend analysieren
In einer ersten Phase will die SKKAB herausfinden, über welche branchenübergreifenden Kompetenzen Kaufleute in Zukunft verfügen müssen – Kompetenzen, die aufgrund des technologischen Wandels für eine kaufmännische Tätigkeit unerlässlich sein werden. Dazu führt sie eine umfassende Berufsfeldanalyse durch. Die künftigen Anforderungen der Arbeitswelt werden von der betrieblichen Praxis sowie von wissenschaftlichen Studien abgeleitet, die dafür nötigen Kompetenzen modelliert und durch branchenspezifische Kompetenzen ergänzt. So erhalten die einzelnen Branchen ein zukunftsorientiertes Profil aus branchenübergreifenden (grundlegenden) und branchenspezifischen Kompetenzen.

In einer zweiten Phase wird ein didaktisches Rahmenkonzept für alle Lernorte – Betriebe, überbetriebliche Kurse, Schulen – entwickelt. Dieses bildet die Grundlage für die Bildungsverordnung und den Bildungsplan.

Bewährtes und Innovatives verbinden
Die SKKAB folgt beim Projekt «Kaufleute 2022» ihrem Grundsatz, bewährte Elemente mit notwendigen Innovationen zu verbinden. Die Stossrichtung vergangener Reformen – die integrierte Förderung von Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen an allen drei Lernorten, die Befähigung zu lebenslangem Lernen und die Hinführung zum selbstständigen Lernen und Arbeiten – wird deshalb konsequent weiterverfolgt.

Mit dem Projekt «Kaufleute 2022» werden Entwicklungen in der Arbeitswelt frühzeitig antizipiert und rechtzeitig in die Bildungsverordnung sowie in die Bildungspläne und Ausbildungsinstrumente integriert, die Partner der kaufmännischen Grundbildung aktiv in diesen Prozess einbezogen. Die SKKAB hat eine Projektorganisation eingesetzt und die Ectaveo AG Zürich mit der Projektleitung beauftragt. (Medienmitteilung SKKAB)

Mehr Informationen zum Projekt «Kaufleute 2022»


Die SKKAB ist Trägerin der Verordnung über die berufliche Grundbildung und des Bildungsplans für den Beruf «Kauffrau/Kaufmann EFZ».

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