John von Neumann; Bild: Los Alamos National Laboratory

John von Neumann; Bild: Los Alamos National Laboratory

John von Neumann

geboren: 28. Dezember 1903 in Budapest, gestorben: 8. Februar 1957 in Washington

John von Neumann war ein nicht unumstrittener Mathematiker und Computerpionier, der unter anderem mit seiner Idee Geschichte schrieb, ein Programm und die Daten zuerst in denselben Speicher zu laden und dann auszuführen, so dass der Rechner selbstständig logische Entscheidungen treffen kann. 1944 legte er ein Konzept für einen speicherprogrammierten Universalrechner vor, das als Von-Neumann-Architektur bekannt wurde.

Wie wegweisend sein Konzept war, ist daran erkennbar, dass auch den heutigen Computern noch diese Architektur zugrundeliegt.

Vorgeworfen wurde ihm allerdings, dass er die später als Von-Neumann-Architektur bekannt gewordene Rechnerarchitektur nur unter seinem Namen veröffentlichte und darauf verzichtete, die Forschungskollegen zu nennen, auf deren Arbeit und Erkenntnissen sein Konzept beruhte. So hatte zum Beispiel Konrad Zuse bereits 1941 mit seiner Z3 einen grossen Teil der Prinzipien der «Von-Neumann-Architektur» vorweggenommen.

Auch mit seinem Engagement bei der Entwicklung und Anwendung von Atom- und Wasserstoffbomben während des Zweiten Weltkriegs machte von Neumann sich nicht nur Freunde. Es wird vermutet, er sei das Vorbild für den Kubrick-Klassiker «Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben» gewesen.

Von Neumann starb mit 54 Jahren an Krebs – mutmasslich verursacht durch seine Teilnahme an Nukleartests.

Lohn: Als Professor in Princeton hatte er ein Jahresgehalt von 10’000 Dollar.